Seit ich 2018 mit der gewerblichen Fotografie begonnen habe, bin ich Sony-Nutzer! – gewesen…
Aus Mangel an Startkapital, habe ich mir seinerzeit meine Alpha 7 II als gebrauchtes Modell bestellt und Sie hat mich seither nie im Stich gelassen. Aber auch die besten Zeiten gehen mal zu ende. Und so stand ich nun, 2021, vor der Frage, wohin die technische Reise gehen soll? Da der Markt voll mit überragenden Systemkameras ist, fällt die Wahl, zumindest mir, nicht so leicht. Also analysierte ich zunächst mal, „Wo stehe ich fotografisch?“ und was sind meine Anforderungen an mein neues Arbeitstier? Da ich derzeit im Bereich kommerzielle Fotografie und Hochzeiten, also im weitesten Sinne bei der Fotografie von Menschen zuhause fühle, sind mir ein paar Dinge sehr wichtig:
Ich brauche einen schnellen Autofokus und ich möchte, da ich gerne vorhandenes Licht nutze, um die Stimmung einer Situation einzufangen, eine gute Low-Light und ISO-Performance haben. Filmen hingegen, ist mir völlig gleichgültig. Ich bin Foto- und kein Videograf.
Also habe ich mich am Markt umgesehen und mir einen Überblick verschafft. Ich schaute mir viele Reviews an und haben Beispielbilder verglichen. Ich studierte den Aufbau verschiedener Kameras und habe einige Pro- und Kontralisten erstellt. Mein großer Traum, ist diese LEICA. Eine Q soll es bitte sein. Aber irgendwann kommt man an einen Punkt, da muss man auch ehrlich zu sich selber sein. Und mir wurde irgendwann klar, dass es keinen Logischen Grund gibt. Ja, Sie wird irgendwann hier stehen. Ich werde irgendwann Bilder mit Ihr aufnehmen und ich bin sehr sicher: Es wird mir Freude bereiten. Aber in meiner täglichen Arbeit in der Fotografie als Dienstleistung brauche ich Sie nicht.
Aber eine andere Marke, die ich vorher nicht auf dem Zettel hatte, weckte mein Interesse: Fuji. Ich verglich also verschiedene Modell und irgendwann stand meine Entscheidung fest: X-T3 – die soll es werden. Kenner werden jetzt denken: Ist der Umstieg von einer Vollformat auf eine APSC-Kamera nicht ein Schritt zurück, statt nach vorne. Und ich gebe zu, der Gedanke kam auch mir. Aber nach allem was ich gelesen hatte, dachte ich, ich lasse es darauf ankommen. Wenn alle Stricke reißen, werde ich die Kamera auch wieder los, und korrigiere den „Fehler“. Spoiler Alarm: Meine Fuji bekommt kein andrer mehr in die Hände. Ich bestellte mir also ein Modell und da ein Job bevorstand, bei dem ich tatsächlich ein Tele brauchen würde, war die Wahl für das erste Objektiv schnell auf das XF 56 1.2 gefallen. Noch 2 Ersatz-Akkus und es kann losgehen. Es dauerte nicht lange und ich hatte die Kamera an meine Bedürfnisse angepasst. Ja, man kann viel an den Bedienelementen der Kamera einstellen. Grade wenn man, wie ich, alles bis auf den Autofokus manuell einstellen möchte. Aber die Software der Kamera lässt sich so flexibel auf die eigenen Vorlieben einstellen, dass ich mit wenigen Testendrucken den vollen Funktionsumfang nutzen kann. Die Zeit, um mich vertraut zu machen, war, zugegeben, wirklich sehr kurz. Ich wusste es wird ein lichtstarker Tag, und es geht Outdoor in einen Kindergarten. Also, wie gewohnt: ISO 100. Ich zog den Auftrag durch und setzte mich danach auch unmittelbar an die Bildbearbeitung. Die Bilder waren, durchweg, brauchbar. Schöne Bilder, an denen es eigentlich nichts auszusetzen gab. Lediglich einige davon wirkten etwas ausgebrannt und das auch leider ein bisschen sehr schnell. Naja, dachte ich, muss man halt wissen und du wolltest ja den Dynamikumfang einer APSC-Kamera. Also richte ich mich halt danach. Um jedoch einen Fehler meinerseits auszuschließen, beschloss ich danach zu suchen, woran das liegt. Es dauerte genau 1 Minute, bis ich einen Blogbeitrag zu diesem Thema gefunden habe „…gehen Sie mit Ihrem ISO nur dann unter 160, wenn Sie sicher sind, was Sie machen. Der Dynamitumfang der Kamera reduziert sich, die Zeichnung lässt schneller nach und die Bilder brennen schneller aus.“ Danke, lieber Verfasser.

Für meinen Auftrag hatte ich Glück: Die Bilder waren solide und ich konnte Sie ruhigen Gewissens an meine Kunden ausliefern. Alles war gut. Aber nochmal, möchte ich nicht dieses „Glück“ brauchen. Ich ließ diese Information sofort in meine Einstellungen einfließen und wollte nun sehen, was mein neues Arbeitstier wirklich kann. Also suchte ich mir eine schwierige Lichtsituation und Feuer frei. Und was soll ich sagen: Ich möchte keine andere Kamera mehr benutzen für meine Jobs. Ich fühle mich wohl. Auf alle Funktionen ist verlass und mein Reverenz-Bild möchte ich euch hier auch gleich noch zeigen.

Kleiner Tipp am Schluss: Kenne deine Ausrüstung, dann wird alles gut!

Cheers
Denny

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