Hi,
und herzlich Willkommen auf meinem Blog: „Mein Block“. Ich freue mich wahnsinnig das du hierbist und ließt, was ich in den großen, leeren Raum, der sich hier vor mir ausbreitet, hinaus schreibe. Ich habe aufgehört zu zählen der wievielte Versuch das hier ist, einen solchen Blog zu führen und regelmäßig mit Inhalt zu füttern. Trotzdem habe ich das Bedürfnis meine Gedanken zu bestimmten Themen, meist geht es dabei um die Fotografie, irgendwo nieder zu schreiben, mit Anderen zu teilen und darüber zu sprechen. Und genau aus diesem Grund, versuche ich mich ein weiteres mal am Projekt „Mein Block“.

Doch genug des wieso, weshalb oder warum. Es ist Zeit für den Inhalt, den euch die Überschrift versprochen hat. Ich hönnte mir keinen besseren „ersten“ Eintrag vorstellen, als diesen hier, in dem ich euch erklären möchte warum meine Website, bzw. mein Portfolio, aussieht wie ein fotografischer Gemischtwaren-Laden.

Als ich mit der Fotografie begonnen haben, geschah das mehr oder weniger als ein Technik-Nerd, der sich für Kameras interessiert hat. Hätte man mir damals erzählt, zu was sich das ganze für mich entwickelt, ich hätte es wohl eher mit einem Lächeln abgetan. Es gab in meinem Leben keinen Onkel 5ten Grades der mir schon als kleiner Junge eine Kamera schenkte und auch keine Dunkelkammer in meiner Jugend, in der ich der Liebe zu analogen Fotografie gefrönt habe. Auch hätte ich mich nie als besonders kreativ beschrieben. Und doch gab es da irgendetwas, das mich in seinen Bann gezogen hat. Und so blieb ich am Ball, ohne einen Anspruch an mich selber. Und an diesem Punkt schweben viele Hobbyfotografen vor sich hin, mit viele Quellen der Inspiration die auf Sie einprasseln und der Frage, wie dieses oder jenes Bild wohl entstanden ist. Also begann ich damit mich in den verschiedensten Bereichen der Fotografie zu versuchen: Langzeitbelichtungen, Portraits, Paarfotos oder Autos, nichts war vor mir sicher. Und alle diese Bereich hatten, so unterschiedlich sie auch sind, eine Gemeinsamkeit: Sie gefallen jemandem und bereiten ihm Freude. Und das, genau das, ist es was mir an der Fotografie so gefällt. Ich möchte das meine Bilder jemandem Freude bereiten.

Auch in der Selbstständigkeit ist das mein ständiger Antrieb geblieben, und deshalb ist es für mich schlicht nicht relevant was vor der Kamera steht. Wenn es ein Brautpaar ist, möchte ich, das Sie meine Bilder als Erinnerungen an Ihren Tag behalten und sich immer freuen Sie anzuschauen. Wenn es aber ein Auto ist, möchte ich das der Autobesitzer sich lange an den Bildern erfreut und vielleicht einen Print ins Wohnzimmer hängt und wenn es Praxisräume sind, möchte ich, das sich der Kunde an den Bildern für seine Homepage erfreut und damit zufrieden ist. Viele der selbsternannten Business-Gurus da draußen erzählen euch, das Ihr euch auf einen Bereich der Fotografie spezialisieren müsst und dort herausstechen solltet, indem ihr dort der Beste seit. Spoiler Alert! Das werdet Ihr nicht schaffen denn wenn ihr jetzt startete, gibt es Leute, die bereits 30 Jahre Vorsprung haben. Ich habe diesen blödsinnigen Tipp, aus meinem Antrieb heraus, nie verstanden. Ich gebe euch ein Beispiel: Wenn ihr auf einem OP-Tisch liegt und den Blinddarm heraus genommen bekommt, sollte der Arzt, der euch behandelt, auch wissen was zu tun ist wenn plötzlich euer Herz stehen bleibt. Ich möchte nicht das er fragen muss ob ein spezialisierter Kollege Zeit hat. Und so sollte es unter den Fotografen auch Allrounder geben, die bereit sind sich mit den einzelnen Nuancen zu befassen und in vielen Bereichen wissen, wie man einen Kunden glücklich macht, ohne gleich der Beste sein zu wollen.


Ich bin nicht bereit mich nur auf einen Bereich zu beschränken, um vielleicht irgendwann so gut zu sein, dass meine Bilder meinen Kollegen gefallen. Das ist nicht wofür ich die Kamera aus der Tasche hole. Am besten erkläre ich euch an den Tierfotos, was mich bewegt.

Seit sehr langer Zeit schaue ich mir voller Bewunderung die Bilder von Christian Vieler an und frage mich dann immer: Kann ich das auch? Bis zum Jahr 2020 geht das so, ohne das ich es selber versuche. Doch dann ändert sich etwas. Denn in diesem Jahr müssen wir uns, nach 16 wunderbaren Jahren, von unserem eigenen Vierbeiner trennen. Als wir merkten das er immer mehr abbaut, entschließe ich mich dazu noch ein Bild von Ihm zu mach. Es hängt hier bei uns im Wohnzimmer und ich schaue in diesem Moment zu ihm rüber. Er wacht über uns. Immer noch. Doch die Gelegenheit ein Foto von Ihm zu bekommen, dass Christian macht, hatten wir leider nicht. Diese Reise hätte Rex nicht mehr geschafft. Doch es war genau dieses Ereignis, dass mir erst verdeutlicht hat, wie wichtig Bilder für Tierbesitzer sein können. Und so beschloss ich die Sache endlich anzugehen. Ich möchte genau so etwas hier in meiner Gegend anbieten. Also besorgte ich alles was ich brauchte und fing an mich in das Thema einzuarbeiten. Die Ergebnisse sind sicherlich nicht so gut wie bei Christian und doch zeige ich sie stolz auf meiner Website und bin mehr als zufrieden damit. Ab jetzt kann ich Tierfotos hier in Schmalkalden und Thüringen anbieten und wieder erweitert sich die Gruppe von Menschen, die ich mit meinen Bildern glücklich machen kann. Vor einigen Tagen bekam ich eine Nachricht und im Anhang waren Bilder von gedruckten Fotos auf Leinwand, von zwei wunderbaren, kleinen Wirbelwinden. Das hat mich so gefreut und mir wieder gezeigt, dass es für mich genau das Richtige ist, mich eben nicht zu spezialisieren.

Für mich ist es einfach schön einem Brautpaar, bei dem die Wellenlänge stimmt und das mit mir zufrieden ist, dass mich fragt ob ich auch Babyfotos mache, mit „Ja“ antworten zu können. Versteht ihr was ich meine? Ich hoffe das macht meinen Punkt an der Stelle klar.

Wie ist eure Meinung dazu? Wie steht Ihr zu diesem Thema? Glaubt Ihr es ist der Richtige weg in einem Bereich der Fotografie „überragend“ zu sein, oder besser ein breites Portfolio anzubieten. Oder gibt es hier kein richtig und falsch und es muss jeder seinen Weg finden.

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